Samstag, 29. Juni 2013

Lösung: Problem mit Unitymedia Fritzbox 6320 cable WLAN *Update*

*Update 14.09.2013*
Auf Grund der großen Interesse, habe ich diesen Eintrag noch mal komplett überarbeitet!

Wenn man bei einem beliebigen Provider eine Internet-Flatrate hat, bekommt man in der Regel ein entsprechendes Modem gestellt. Diese Modems sind eher günstige Modelle und haben daher gar kein, oder nur schlechtes WLAN an Bord.
Bei Unitymedia bekommt man zum Beispiel die Fritzbox 6320 cable. Benutzt man diese auch für WLAN, erlebt man eine böse Überraschung: das WLAN hat eine gefühlte Reichweite von 2 Metern und ist daher absolut nutzlos!
Unitymedia vertröstet die Kunden mit einem kommenden Update, was das Problem beheben soll... aber kein Firmware-Update der Welt könnte dieses Problem beheben, da es sich um ein Hardwareproblem handelt! (die bisherigen Updates brachten auch keine Besserung)
Alternativ wird einem für einen Aufpreis von 5 Euro monatlich (!) eine andere Fritzbox (6360) angeboten... diese ist aber unwesentlich besser und ist für diese Problemlösung ungeeignet!

Die Lösung ist ganz einfach, egal ob man schlechtes oder gar kein WLAN hat:

Die Grundausstattung:
Für eine kleine Wohnung, bzw. geringe Abstände zwischen Router und Computer (max. eine Wand dazwischen) nimmt man diesen einfachen und günstigen WLAN-Router:
TP-Link TL-WR841NW mit zwei abnehmbaren Antennen
Für eine größere Wohnung, bzw. für größere Abstände nimmt man besser diesen WLAN-Router:
TP-Link TL-WR1043ND 300Mbps Ultimate mit drei abnehmbaren Antennen
Wenn man für den Computer noch keinen WLAN-Karte hat, empfehle ich diese:
TP-Link TL-WN851ND WLAN PCI-Karte mit zwei abnehmbaren Antennen


Stärkere Antennen:
Sollte der WLAN-Empfang dann immer noch schlecht sein, empfiehlt es sich, stärkere Antennen zu benutzen.
An den WLAN-Karten ist meistens hinten eine kleine Antenne direkt am PC. Diese Antennen sind zum einen eher schwach und zum anderen ist die Position dieser Antenne mehr als ungünstig.
Es empfiehlt sich daher eine stärkere Antenne mit Verlängerungskabel, die man dann auf den Schreibtisch stellt. Achtung: Wenn die WLAN-Karte zwei (bzw. drei) Antennen hat, muß man auch beide (bzw. alle drei) Antennen ersetzen!
Alternativ oder zusätzlich kann man den WLAN-Router selbst dann auch noch mit zwei/drei stärkeren Antennen ausstatten! Achtung: Den Router gibt es auch mit festen, nicht austauschbaren Antennen! Vor dem Kauf daher unbedingt nachschauen, ob die Antennen auch austauschbar sind (bei dem oben verlinkten ist es möglich)!

Repeater:
Einen Repeater, also einen Signalverstärker, sollte man nur verwenden, wenn das bereits vorhandene Signal von guter Qualität ist. Es macht keinen Sinn, das schlechte Signal der Fritzbox mit einem Repeater zu verstärken!
Für eine normale bis große Wohnung reichen die oben genannten Geräte, aber wenn man ein Haus hat, benötigt man einen Repeater. Zum Beispiel einen von den zwei:
TP-Link TL-WA850RE WLAN-Repeater
TP-Link TL-WA830RE WLAn-Repeater
Den ersten steckt man einfach in eine Steckdose, der zweite ist auf Grund der Antennen leistungsstärker und kann auch durch größere Antennen erweitert werden.
Arbeitet man über mehrere Stockwerke, sollte der Repeater möglichst direkt über dem WLAN-Modem stehen.

Geld zurück von Unitymedia:
Um bei Unitymedia überhaupt WLAN an der Fritzbox nutzen zu können, muß man diese Funktion für 30 Euro freischalten lassen. Um so ärgerlicher, wenn das WLAN dann unbrauchbar ist. In dem Fall kann man auf Kulanz hoffen: Einfach bei der Unitymedia Hotline anrufen (0800-7001177 aus dem UM-Netz) und erklären, daß das WLAN unbrauchbar ist und daß Unitymedia dieses bitte wieder deaktivieren soll und die Gebühr erstatten soll. Wenn die nicht sofort zusagen, einfach hartnäckig bleiben! Denn schließlich hat man für ein Extra bezahlt, welches dann doch nicht funktioniert!

Allgemeine Tipps für besseren Empfang:
Die Antennen sollten jeweils frei stehen und nicht irgendwo in irgendwelche Ecken versteckt werden. Also für den PC möglichst Verlängerungskabel besorgen und die Antenne dann auf den Schreibtisch stellen (siehe oben) und den WLAN-Router in etwa einen Meter Höhe an eine freie Wand montieren, oder auch mit Verlängerungskabeln arbeiten. Hat ein Gerät mehrere Antennen, so sollten diese nicht parallel zueinander stehen, sondern mit jeweils 45 Grad voneinander abgewinkelt sein.
Man sollte prüfen welche Kanäle in der näheren Umgebung bereits belegt sind. Das kann man zum Beispiel mit der kostenlosen Android-App "Wifi Analyzer" machen. Für das Heim-Netzwerk sollte man einen möglichst freien Kanal suchen.
Inzwischen sollte jeder WLAN-Router ab Werk einen Passwort-Schutz (WPA2) voreingestellt mit sich bringen - jeder sollte wissen wie wichtig das ist! Zudem kann man sein Netzwerk auch verstecken.
Den WLAN-Router sollte man zudem nicht direkt neben ein DECT-Telefon stellen, da sich diese Geräte gegenseitig stören. Mindestens einen Meter Abstand halten!


Viel Erfolg und gutes surfen ;)