Montag, 23. Oktober 2017

Bessere Alternativen zur Amazon VISA Kreditkarte

Wer bei Amazon einkauft, dem ist sicherlich schon mal Werbung für die Amazon VISA Kreditkarte aufgefallen: Es wird mit einem Startguthaben, einem Bonusprogramm und dem Entfall der Jahresgebühr im ersten Jahr geworben.
Ich habe diese Kreditkarte jetzt knapp ein Jahr, allerdings werde ich sie nun kündigen, weil sie sich ab dem zweiten Jahr einfach nicht lohnt. Ich rechne Euch vor warum das so ist und was es für Alternativen gibt...

Mein Kreditkarten-Trio

Die Amazon Kreditkarte: 
Man bekommt bei Amazon pro umgesetzten Euro zwei Punkte, ein Punkt ist ein Cent wert - man bekommt also quasi 2% des Kaufpreises zurück. Für Umsätze außerhalb von Amazon bekommt man pro zwei Euro einen Punkt - also quasi 0,5% zurück. Kaufe ich bei Amazon etwas für 50 Euro, bekomme ich also einen Euro zurück, zahle ich wo anders 50 Euro mit der Karte, bekomme ich 0,25 Euro zurück.
Wenn man so viel wie ich bei Amazon einkauft, dann sind das im Jahr schon mal locker 2000 Euro Umsatz, sprich 40 Euro Erstattung im Jahr!
Allerdings muß man davon noch die Finanzierungsgebühr abziehen: diese beträgt 1,17% im Monat, bzw. 14,04% im Jahr. Hier berechnet man jedoch nicht 14,04% von 2000 Euro, da man ja nicht permanent 2000 Euro Miese hat... Normal steht man am Anfang des Monats bei null Euro und baut die Kreditschulden langsam zum Monatsende auf. Das ist recht schwer zu berechnen, da es immer darauf ankommt wie viel man zu welchem Zeitpunkt ausgibt. Bei mir sind es etwa ein bis zwei Euro pro Monat, also gehen wir von der Mitte aus: 1,50 Euro pro Monat, bzw. ca. 18 Euro Finanzierungsgebühren im Jahr!
Von den erstatteten 40 Euro hat man also quasi nur 22 Euro, wird dann noch die Jahresgebühr (20 Euro ab dem zweiten Jahr) abgezogen, spart man nur noch 2 Euro im Jahr!


Würde man das doppelte umsetzen, also 4000 Euro im Jahr, dann würde man 80 Euro zurück bekommen, etwa 36 Euro Finanzierungsgebühren und 20 Euro Jahresgebühr zahlen - es blieben also 24 Euro übrig. 

Die Payback-Kreditkarte: 
Ich nutze neben der Amazon-Kreditkarte auch die Payback-Kreditkarte von American Express. Diese ist tatsächlich komplett kostenlos: Keine Jahresgebühr, keine Finanzierungsgebühren und das dauerhaft! Und auch hier gibt es ein Startguthaben im Wert von 20 bis 60 Euro dazu.
Hätte ich die 2000 Euro mit der Payback-Kreditkarte umgesetzt, hätte ich dafür zwar nur umgerechnet 10 Euro zurück bekommen, was im Gegensatz zu den 40 Euro von Amazon erst mal wenig erscheint, aber es gehen keine weiteren Gebühren ab! Also steht es am Ende 10 Euro von Payback gegen 2 Euro von Amazon.
Bei doppelten Umsatz würde man bei Payback 20 Euro und bei Amazon 24 Euro zurück bekommen - ab 4000 Euro Jahresumsatz lohnt die Amazon-Kreditkarte also ein wenig mehr als die Payback-Kreditkarte.


Payback-Punkte auszahlen lassen: 
Normal tauscht man die gesammelten Payback-Punkte gegen irgendwelche Prämien, jedoch ist es oft so, daß man für diese Prämien mit den Punkten mehr zahlt, als man für das Produkt auf dem freien Markt bezahlen würde. Zum Beispiel zahlt man zum Beispiel für eine Kaffeemaschine, die normal nur etwa 70 Euro kostet, bei Payback schon mal 9999 Punkte (= 99,99 Euro). Hier würde man 30 Euro verschenken!
Es gibt die Funktion, daß man die Punkte auf sein Bankkonto auszahlen lassen kann. Allerdings ist diese Funktion so gut versteckt, daß man die auf normalen Weg kaum findet. Entweder gibt man im Suchfeld auf der Startseite "Bargeld einlösen" ein, oder man folgt einfach diesem Link.
So bekommt man pro Punkt einen Cent, was dann die beste Ausbeute ist.

Ich habe erst kürzlich eine Auszahlung beantragt

Gut zu wissen: Mit Payback bekommt man neben der Kreditkarte bei vielen Shops Zusatzpunkte und außerdem gibt es oft Sonderaktionen und Coupons für weitere Zusatzpunkte - das macht einen Großteil der Gesamtpunkte aus.

Alternative DKB-Kreditkarte: 
American Express wird leider nicht ganz so häufig akzeptiert wie VISA oder Mastercard. Wer zudem keine Lust auf Payback hat (soll es ja geben), der ist mit der VISA-Kreditkarte von der Deutschen Kreditbank gut bedient. Diese ist bis auf die (recht günstigen) Sollzinsen kostenlos und auch die DKB bietet ein kleines Bonussystem an. Über die DKB habe ich bereits HIER berichtet, nur über das Bonussystem weiß ich nicht ganz so viel, weil ich es nicht aktiv nutze.


Fazit: 
Im ersten Jahr lohnt sich die Amazon-Kreditkarte auf jeden Fall, da sie im ersten Jahr kostenlos ist und man ein Startkapital geschenkt bekommt. Ab dem zweiten Jahr lohnt sich diese jedoch nicht mehr, da greift man besser zur American Express von Payback. Erst ab 4000 Euro Jahresumsatz lohnt die Amazon-Karte mehr als die Payback-Karte. 
Für wen beides nicht in Frage kommt, der ist mit der VISA-Kreditkarte der DKB bestens bedient.

Sonntag, 25. Juni 2017

Test: Domino's Pizza (Lieferung von der Filiale Mülheim/Ruhr)

Auf der Nachtschicht bestelle ich recht regelmäßig Essen von Lieferdiensten und gestern habe ich das erste mal bei "Domino's Pizza" bestellt. OK, nicht ganz: Früher hieß diese Kette "Joey's", das Angebot hat sich seit der Übernahme nicht groß verändert.

Die Webseite finde ich ein wenig unübersichtlich (im Gegensatz zu Pizza.de z.B.) und es stehen nicht mal die Pizzagrößen offensichtlich auf der Bestellseite - nur von "Classic", "Medium" und "Large" ist dort die Rede. Angaben in Zentimetern? Fehlanzeige! Ich musste mich erst Google bemühen, welches mich zur FAQ von Domino's leitete und dort erfuhr ich, daß die Größen 25, 28 und 32 cm sind. Warum so umständlich und geheimnisvoll?
Aber das ist nicht so tragisch...

Ich bestellte eine große Pizza "Cheesy Steak" (mit frischen Tomaten, zarten Steakstreifen, roten Zwiebeln, frischen Peperoni, scharfer Chili-Cheese-Sauce) und Pizza-Brötchen mit Käse, Pulled Beef und roten Zwiebeln. Der Preis: happige 17,98 Euro! Klar, das ist mit Rindersteak, aber auch die anderen Spezial-Pizzen kosten so viel, eine einfache, große Salamipizza kostet immerhin 11,99 Euro und auch die Pizza-Brötchen nur mit Käse kosten wie die Beef-Brötchen 3,99 Euro.
Aber OK... ich hatte noch nen Gutschein der mir 4,20 Euro ersparte und so war das Ganze erträglich, aber immer noch teurer als vergleichbare Pizzerien.

Nach dem Bestellvorgang kommt man auf eine Seite, wo man den Bestellvorgang live beobachten kann:

Nett gemeint, aber sehr ungenau. Die Pizza war gerade im Ofen, da sprang der Zeiger direkt auf "fertig" und hing dafür über 10 Minuten auf "Verlässt die Filiale". Ist halt ne Spielerei, die man sich auch sparen kann.

Die Pizza kam dennoch sehr pünktlich - ich hatte für eine bestimmte Uhrzeit vorbestellt.

Von der Pizza bin ich sehr begeistert! Sie war heiß, der Boden war knusprig, die Zutaten schmeckten frisch und gut. Nur ab und zu war ein Stück Steak etwas sehr fettig/zäh und vermieste kurz das Erlebnis. Richtig geil war die Chili-Cheese-Sauce!


Die Pizza-Brötchen waren etwas enttäuschend. Die Brötchen sind wesentlich kleiner, als ich sie von anderen Pizzerien kenne und der Belag wurde auch vergleichsweise sparsam verwendet. Geschmacklich OK, aber nicht so toll, daß ich die noch mal bestellen müsste.



Fazit:
Die Bestellseite ist ein wenig unübersichtlich und uninformativ, das Tracking ist mehr Schein als Sein, die Preise sind gesalzen (besser nur mit Gutschein bestellen), aber die Spezial-Pizza war schon sehr lecker und außergewöhnlich! Nur die Pizza-Brötchen waren ein wenig enttäuschend.
Ich würde wieder bestellen, aber nur mit Gutschein.



            

Sonntag, 4. Juni 2017

Homophobie im Krefelder Badminton Club 1955 (KBC)

Ich bin kein sportlicher Typ und ich mache auch nur sehr ungern Sport... die einzige Ausnahme ist Badminton! Deswegen trat ich vor einigen Jahren dem "VfL Bochum 1848 Badminton" bei und wechselte vor rund 1,5 Jahren wegen eines Umzugs zum "KBC - Krefelder Badminton Club 1955".
Ich bin ein reiner Hobbyspieler und nehme an keinen Turnieren teil, ich spiele nur aus Spaß.

Der KBC hat eine inoffizielle Whatsapp-Gruppe, in der recht viele Mitglieder sind. Der eigentliche Sinn dieser Gruppe ist ein Informationsaustausch bezüglich des Badmintons (z.B. Öffnungszeiten der Halle in Ferien und an Feiertagen), aber auch Badminton-Smalltalk (z.B. Turniere, Treffen, Veranstaltungen).
Allerdings wird diese Whatsapp-Gruppe hauptsächlich für sinnloses Gequatsche und irgendwelche Spaß-Bildchen missbraucht... Sehr nervig und deswegen traten bereits einige aus der Gruppe aus.
Der Gruppen-Chef hat erst kürzlich ermahnt, daß man bitte nicht so viel Müll posten soll - mit mäßigen Erfolg... in der Gruppe wurde weiterhin über 95% irrelevantes Zeugs gepostet, teils bis zu Hundert Nachrichten täglich.

An einem sehr heißen Tag postete ausgerechnet der Gruppen-Chef ein Foto von sich, wie er daheim im Garten sitzt, mit den Füßen in einem Wasserbecken, dabei ein Eis essend, mit dem Kommentar "Summer in the City". Das zum Thema irrelevante Posts... aber gut! Es folgte ein Kommentar einer anderen Person: "Perfekter Sommertag". Völlig normal in der Gruppe, so was wird tagtäglich gepostet! Kurz darauf postete ein anderes Mitglied dieses Foto:


(Erlaubnis zum veröffentlichen vom Urheber erhalten)

...mit dem Kommentar "CSD Düsseldorf". Einige Stunden später teilte er dann mit, daß ihm geschrieben wurde, er solle es unterlassen "solche Fotos" in der Gruppe zu posten. Er selbst war so empört darüber, daß er augenblicklich die Whatsapp-Gruppe verließ!

"Solche Fotos"? Was war denn mit "solche Fotos" gemeint? Ich hakte nach...
Es stellte sich schließlich heraus, daß sich ein Mitglied von dem Foto so sehr gestört fühlte und daraufhin den Gruppen-Chef  anschrieb, er solle etwas dagegen tun. Statt der Gruppen-Chef den Homosexuellen in Schutz nimmt, weil jeder solche Fotos postet und daran nichts auszusetzen ist, schreibt er den Betroffenen an und verbietet ihm schließlich das posten von "solchen Fotos".

Ich fragte den Gruppen-Chef, warum sein Sommer-Foto OK war, das Sommer-Foto von dem Homosexuellen aber nicht... Die Antwort: "Fotos mit Freunden... no problem. Aber nicht so." Dazu ein paar irrelevante Rechtfertigen...
Ich versuchte mehrfach heraus zu finden, was an dem Foto mit den zwei Männern nicht in Ordnung wäre, aber vom Gruppen-Chef bekam ich keine Antwort darauf.
Es entbrannte eine Diskussion zwischen drei Mitgliedern (dem Mitglied, welches das Foto meldete, einem Mitglied, welches auf der Seite des Homosexuellen und mir stand und natürlich ich selbst).
Der Gruppen-Chef hielt sich von da an aus der Diskussion heraus, genau so wie alle anderen Mitglieder der Gruppe.

Natürlich wurde mehrfach behauptet, daß angeblich niemand etwas gegen Homosexuelle hätten, aber was diese Leute nun konkret gegen das Foto hatten, das konnte niemand beantworten.
Es wurde oft wiederholt, daß das Foto sexuell anstößig wäre. Zwei normale Männer, die die Zunge heraus strecken?! Bestätigt ist, das wurde sinngemäß so geschrieben: Wären diese Männer hetero und wäre das Foto nicht auf dem CSD entstanden, dann hätte keiner ein Problem damit gehabt, ebenso wenig, wenn es ein Mann und eine Frau gewesen wäre! Und da soll man jetzt noch glauben, daß die nichts gegen Homosexuelle haben? Ist klar...

In der sonst so schreibfreudigen Gruppe gab es also:
- Zwei Mitglieder, die offensichtlich was gegen Homosexuelle haben.
- Nur ein einziges Mitglied, welches sich auf meine Seite und die des Homosexuellen stellte.
- Ein riesen Haufen Mitglieder, die stillschweigend die Aktion vom Gruppen-Chef tolerierten.

Schockiert von der Homophobie, Intoleranz und Ignoranz verabschiedete ich mich schließlich auch aus der Gruppe und bei der Gelegenheit aus dem kompletten Verein!
Ich habe mich mit zwei langjährigen Vereinsmitgliedern angelegt und das Schweigen der anderen Mitglieder zeigt mir deren Einstellung... Ich als "Neuling" habe da keine Schnitte!
Ich schrieb eine Kündigung mit der Bitte frühzeitig aus dem Verein austreten zu können - das wurde selbstverständlich abgelehnt! Begründung aus zweiter Hand: "Streit mit weniger als 1% der Mitglieder vom KBC rechtfertigen keinen sofortigen Austritt." 
Tja, nur sind das nicht nur zwei Mitglieder, sondern noch die ganzen stillschweigenden Mitglieder, die hinter diesen zwei Mitgliedern stehen und die Ausgrenzung des Homosexuellen wohlwollend tolerieren . Es ist mir so leider nicht mehr möglich mit diesen Leuten sorglos Badminton zu spielen, als wäre nichts gewesen.

Für den Krefelder Badminton Club läuft es prima weiter:
Der Homosexuelle wurde mundtot gemacht, die Whatsapp-Gruppe wird nicht weiter mit "anstößigen Fotos belästigt" (speziell homosexuellen Fotos), die Mitglieder tun als wäre nichts gewesen und ich zahle bis zum Ende des Jahres auch noch Mitgliedsbeiträge dafür! 

Und nein, es geht mir nicht um das Geld, es geht mir ums Prinzip! Ich wiederhole noch mal:
Da wird jemand nur wegen seiner Homosexualität aus der Whatsapp-Gruppe gemobbt, die zwei homophoben Mitglieder reden sich um Kopf und Kragen und die restlichen Mitglieder tolerieren stillschweigend so eine Ausgrenzung! Nein, mit solchen Leuten will ich einfach nicht mehr zusammen Badminton spielen!

Hätten sich einfach mal mehr Mitglieder gegen die zwei Homophoben gestellt und gezeigt, daß das Foto der zwei Männer überhaupt nicht schlimm ist, dann wäre das Ganze anders ausgegangen. Ein wenig mehr Toleranz im Verein und ich wäre gerne Mitglied geblieben... aber nur ein einziges Mitglied, welches sich gegen diese Intoleranz stellt, ist einfach zu wenig!

Ich werde mich die nächste Zeit alternativ ins Fitnessstudio schleppen und dann zeitig einen neuen Badminton-Verein suchen, in dem die Mitglieder hoffentlich weltoffener und nicht von gestern sind!

Samstag, 15. April 2017

Test: Samsung Galaxy Folder 2 (G1600) - modernes Klapphandy mit Android

Vorgeschichte:
Ja, ich hab mal wieder ein neues Handy... mein Samsung Galaxy Note 4 Edge hatte ich jetzt gerade mal drei Monate. An der Technik lag es nicht, das Note 4 ist technisch absolut hervorragend, kaum zu überbieten!
Mich KOTZT einfach das Design der Smartphones an, weil die alle absolut gleich aussehen!
Ein paar Leute wollten mir dann erzählen, daß die Smartphones überhaupt nicht alle gleich aussehen würden, daß z.B. ein Samsung S7 Edge ja VÖLLIG anders aussehen würde als z.B. ein iPhone. Nein! Die sehen nicht "völlig" anders aus, die unterscheiden sich höchsten in Nuancen! Wer echt glaubt ein S7 Edge würde sich optisch erheblich von einem iPhone unterscheiden, der hält auch nen VW Golf 7 für ein optisch völlig anderes Fahrzeug als einen VW Golf 6.

HIER hatte ich schon mal beschrieben was ich meine und dieses Foto verdeutlicht das noch mal:

Vielfalt früher und heute

Mir fehlen die alten Handys, was die Vielfalt angeht. Heute sind alle Handys im Grunde gleich... jedes Handy kann mehr oder weniger das Gleiche - die Unterschiede liegen nur darin, wie gut oder schlecht diese Funktionen sind. Ausnahmen davon gibt es nur sehr wenige.
Wie ich in dem oben verlinkten Blogeintrag schon schrieb, ist ein altes Handy für mich aber keine Option (wie z.B. Gleam+ oder Motorazr II V9), weil die weder Whatsapp, noch Facebook oder ne ordentliche Navigation haben. Also suchte ich nach einem modernen, aber alternativen Handy... und ich wurde in China fündig:

Mit dem Samsung Galaxy Folder 2 (G1600) - einem modernen Klapphandy! 

In Asien gibt es noch eine Menge Klapp- und Schiebehandys, die sind da noch heute angesagt.
Leider funktionieren die meisten japanischen Handys (u.a. Sharp) nicht in Deutschland.
Das Samsung Galaxy Folder 2 gehört zu den wenigen, die international funktionieren, außerdem hat es Android 6.0.1 (auch auf deutsch) und kaum* Einschränkungen.
* Zu den Einschränkungen später mehr...



Der Kauf des Handys:
Leider ist der Kauf des G1600 nicht ganz so einfach, denn man bekommt es nur aus China.
Ich entschied mich für www.Aliexpress.de. Das ist eine Plattform ähnlich eBay, wo verschiedene Verkäufer ihre Waren anbieten und es gibt auch einen sehr guten Käuferschutz wie bei eBay/Paypal.
Beim Kauf muß man aber einiges beachten:
Neben dem Kaufpreis (rund 200 Euro) zahlt man auch noch zwingend rund 10 Euro für die deutsche Garantie und dann noch Versand. Der meist kostenlose Versand dauert zwischen 24 und 60 Tagen und nur selten wird dabei eine Paketverfolgung (Tracking) angeboten. DHL Express für rund 20-30 Euro ist da sehr zu empfehlen, denn die Ware braucht nur 8-28 Tage und man kann das Paket verfolgen.
Beim Versand sollte ich noch erwähnen, daß der Verkäufer die Ware erst selbst beschaffen muß, bevor er sie verschickt - anders als bei uns, wo die Ware normal auf Lager ist und sofort verschickt wird.
Das dauert oft schon gut eine Woche, der eigentliche Versand von China nach Deutschland dauert dann nur 2-3 Tage:

Am 8.3. bestellt, am 18.3. verschickt, am 20.3 angekommen (wenn ich denn da gewesen wäre)

Das Handy mit Garantie und DHL Express kostet also schon mal 230 Euro, der Zoll bekommt 19% vom Gesamtpreis (=43,70 Euro) und DHL noch mal 14,50 Euro Kapitalbereitstellungsprovision.
Macht zusammen knapp 290 Euro! 


Die technischen Daten:
Die CPU ist ein Snapdragon 425 mit 4 x 1,4 GHz, 16 GB interner Speicher (plus MicroSD bis 128 GB), 2 GB RAM, Android 6.0.1, das Display hat 800 x 480 Pixel (246 ppi), 16,7 Mio Farben (24 Bit) auf 3,8 Zoll / 9,65 cm Diagonale, die Kameras haben 8 und 5 Megapixel und machen der Klasse entsprechend mittelmäßig gute Fotos.
Der austauschbare Akku hat zwar nur 1950 mAh, aber wegen des kleinen und eher niedrig auflösenden Displays hält der Akku wirklich locker über einen Tag durch - vielleicht sogar gut zwei Tage!
Das Handy ist 120 x 60,2 x 15,4 mm groß und wiegt 160 Gramm - geschlossen ist es also vergleichsweise kompakt, geöffnet überragt es alle Smartphones bei weitem.


Die bereits erwähnten Einschränkungen:
Für den chinesischen Markt ist kein Google vorgesehen... also auch kein Google Play App Store und auch kein Google Maps und so weiter. Einfach nachinstallieren geht leider auch nicht.
Aber viele Verkäufer (so auch meiner) flashen das Handy mit einer anderen ROM, wo dann Google vorinstalliert ist. Der Haken an der Geschichte: Man kann keine Systemupdates installieren, weil Google sonst wieder weg ist.
Außerdem werden über Google Play installierte Apps im Hintergrund KOMPLETT geschlossen, heißt im Klartext: Nach einigen Minuten schließt sich zum Beispiel Whatsapp, man empfängt keine Nachrichten mehr und bekommt auch keine Benachrichtigungen mehr. Das gilt auch für Facebook und E-Mail. Ich muß also das Handy öffnen, die App starten und erst dann trudeln die neuen Nachrichten ein - sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich kann damit sehr gut leben! Das gilt für alle nachträglich installierten Apps, nur SMS und Anrufe funktionieren wie gewohnt und problemlos.


Japanische Handy Kultur:
Wie schon angesprochen, sind in Japan Klapphandys immer noch schwer angesagt. Dort ist es auch üblich, daß die Handys "dekoriert" werden - mit Anhängern (Charms) und Aufklebern. Das hab ich mit meinem Folder 2 dann auch mal gemacht:




In der Praxis: 
Ich habe das Klapphandy jetzt einige Wochen und bin damit absolut zufrieden!
Das schreiben mit der T9-Tastatur funktioniert gut und ich bin damit inzwischen auch wieder recht zügig (so wie früher). Für Suchen oder Passwörter muß man die Tastatur im Touchscreen verwenden - das ist auf Grund des kleinen Displays sehr fummelig, aber man braucht die ja nicht so oft.
Die Kamera ist gar nicht so übel, für die normalen Schnappschüsse und Facebook-Fotos absolut ausreichend.
Dank Android 6.0.1 fehlt es an nichts, ich habe alle Apps die ich brauche! Auch wenn es Einschränkungen bei den Benachrichtigungen gibt, funktioniert alles andere einwandfrei und das auch recht zügig.
Die Optik und Haptik finde ich überragend! Das Handy sieht einfach toll aus, fällt auf und wirkt sehr edel - es ist eben ein modernes Samsung Galaxy ;)


Alternativen:
...diese gibt es kaum. Die ganzen japanischen Handys funktionieren nicht außerhalb Japans, weil die ein eigenes Netz haben - in Deutschland könnte man diese Handys nur ohne Internet nutzen.
Auf dem chinesischen Markt gibt es da ein wenig mehr funktionierende Modelle: Zum Beispiel das Lenovo A588T oder VKworld T2 - beide eher günstige Einsteigermodelle, die nicht ganz so gut ausgestattet sind.
Zur Oberklasse gehört das Gionee W909 - dies gefällt mir aber wegen dem großen Außendisplay nicht, denn dadurch sieht es wie ein normales Smartphone aus (zumindest wenn es geschlossen ist).
Das einzige Klapphandy mit Android, das offiziell für den deutschen Markt vorgesehen war, ist das LG Wine Smart H410 - allerdings ist das meistens ausverkauft und ist auch eher ein einfaches Einsteigermodell - dafür gibt es hier keine Schwierigkeiten mit dem Zoll, nachträglich installierten Google oder anderen Problemen.


Fazit:
Der Smartphonemarkt ist optisch extrem langweilig... wer was optisch alternatives haben möchte und nicht auf moderne Technik verzichten möchte, der hat keine besonders große Auswahl. Das einzige Klapphandy was für mich in Frage kam, war das Samsung Galaxy Folder 2 G1600 und ich bin damit sehr glücklich :)

Samstag, 18. März 2017

Alternativen zu DVB-T Fernsehen

In einigen Tagen (am 31.03.2017) wird das DVB-T Signal abgeschaltet - sämtliche DVB-T Geräte werden somit ein Fall für den Müll!
Wer bis dahin kostenlos Fernsehen mit DVB-T geschaut hat, der muß sich jetzt schleunigst eine Alternative suchen... hier stelle ich einige vor:

1. DVB-T2:
Der logischste Schritt wäre, das alte Gerät durch den Nachfolger DVB-T2 zu ersetzen. So ein DVB-T2-Receiver kostet ab ca. 35 Euro. Aber es gibt einen dicken Haken: Es ist nicht mehr kostenlos! Nur die öffentlichrechtlichen Sender (ARD, ZDF, Dritte, Neo, Info,...) sind weiterhin kostenlos, für die privaten Sender (Sat1, RTL, Prosieben,...) werden ab dem 01.07.2017 jährlich und pro Gerät 69 Euro fällig!

2. DVB-S/DVB-S2 (Satellit): 
Ein Set aus Satellitenschüssel, Receiver und Zubehör bekommt man im ab rund 50 Euro. Der Empfang ist komplett kostenlos. Allerdings empfängt man die privaten Sender "nur" in SD-Qualität - HD kostet hier Aufpreis. Wem die SD-Qualität bei DVB-T aber schon reichte, der wird mit der Satellitenschüssel glücklich! Zumal viele Sender kostenlos in HD senden.
Aber auch hier ein Haken: Als Mieter darf man oft keine Satellitenschüssel montieren. Hier könnte man sich aber vielleicht mal mit den anderen Mietern und dem Vermieter zusammensetzen und gemeinsam darüber nachdenken, ob sich eine Gemeinschaftssatellitenschüssel lohnen würde.
Es gibt aber auch Flachsatellitenschüsseln, die optisch nicht so auffällig sind und die man etwas versteckt auf den Balkon stellen könnte ;)

3. DVB-C/DVB-C2 (Kabel): 
Kabelfernsehen ist praktisch, weil man keine Schüssel benötigt und in den meisten Fällen braucht man nicht mal einen Receiver (gibts aber auch schon ab 40 Euro), weil so ziemlich jeder Fernseher mit Kabel umgehen kann.
Kabelfernsehen gibts bei z.B. Unitymedia ab 25 Euro im Monat - dafür sind aber auch viele private Sender in HD. Günstiger wird es, wenn man auch den Telefon- und Internetanschluß bei Unitymedia machen lässt - das Gesamtpaket kostet dann rund 50 Euro im Monat.

4. IPTV/Internetstreaming:
Man kann auch per Internet Fernsehen schauen und das funktioniert auch wie gewohnt am Fernseher. Der bekannteste Anbieter dafür ist wohl die Telekom, die das Gesamtpaket (also mit Internet und Telefon) für 45 Euro monatlich anbietet.


Fazit:
Am günstigsten ist auf jeden Fall die Satellitenschüssel, die keine monatlichen Kosten verursacht.
Darf oder möchte man keine Sat-Schüssel aufhängen, kommt es darauf an, wie viele Fernseher man in seinem Haushalt hat: Bei einem Fernseher ist DVB-T2 mit umgerechnet 5,75 Euro pro Monat am günstigsten. Bei zwei oder mehr Fernsehern ist ein Komplettangebot bestehend aus Internet und Fernsehen oft günstiger.
Entscheidet man sich für Kabelfernsehen oder IPTV, dann sollte man möglichst genau die Preise vergleichen (am besten auf einer Tarif-Vergleichs-Seite): Die Telekom ist gar nicht so teuer, wie es oft angenommen wird, aber auch Vodafone und 1&1 bieten günstige Komplettangebote an.


Hier auf die Schnelle DSL samt Fernsehen vergleichen

Donnerstag, 2. Februar 2017

Virtual Reality - Und plötzlich ist alles andere uninteressant...

Es ist bei mir wie mit den Autos: Bis vor kurzem habe ich noch möglichst alle Autosendungen ganz interessiert angeschaut... Inzwischen interessiere ich mich aber nur noch für Elektroautos und Hybride, was alle anderen Autos für mich uninteressant macht. Aus drei kompletten Autosendungen finde ich dann nur noch einen einzelnen Beitrag interessant, wenn es dabei ausnahmsweise mal um E-Mobilität geht. V8 Biturbo? Stinkediesel? Downsizing? Laaaaaangweilig!! Da schau ich mir lieber auf Youtube Berichte über einen Tesla oder BMW 225xe an.

Und ganz genau so ergeht es mir aktuell mit Computer- bzw. Konsolenspielen!

Ein Atari 1040 STF (1 MB RAM und 8 MHz)
Bildquelle: Atari Prospekt

Schon als kleines Kind hab ich auf dem Atari 1040 STF und dem SEGA Master System gezockt :)
Später gab ich mein ganzes Taschengeld für gute PCs aus, mit denen man ordentlich zocken konnte - zum Beispiel auf LAN-Partys. Das ging so Jahre weiter...
Aktuell besitze ich einen PC und dazu noch einen New Nintendo 3DS XL.


Jetzt habe ich mir allerdings noch eine Playstation 4 Pro samt VR Headset gekauft (die Kosten rechnete ich bereits hier vor)... :D
Ich habe die virtuelle Welt zuvor schon mal mit einer arg billigen VR Brille fürs Handy ausprobiert:
Ja, man bekommt davon dann schon mal nen kleinen Eindruck, aber das ist mit einer vernünftigen VR Brille überhaupt nicht zu vergleichen!
Die momentan beste VR Brille ist aktuell die HTC Vive (PC), knapp gefolgt von der Oculus Rift (PC), dann kommt die schwächere, aber verhältnismäßig günstige Playstation VR und dann mit einem riesen Abstand die vielen Handy-VR-Brillen (wovon die Samsung Gear VR wohl die Beste ist).

Nun aber zur Playstation VR:
Wenn man die virtuelle Realität nicht selbst ausprobiert hat, dann kann man das echt nur schwer verstehen.
Bei jedem bisherigen Spiel sitzt man vor dem PC oder vor der Konsole, auf jeden Fall vor einem Monitor: die reale Welt und die Spielewelt sind ganz eindeutig voneinander getrennt.
Bei der virtuellen Realität schlüpft man aber in das Spiel hinein und so wird die virtuelle Welt mit der realen Welt vermischt. Der menschliche Körper lässt sich ja ganz leicht täuschen, so daß man wirklich das Gefühl hat, in dieser virtuellen Welt zu sein - ein Gefühl das man eben nicht so einfach erklären kann, sondern selbst erleben muß. Man steuert auch keine Figur mit der Maus oder dem Controller, man ist selbst die Figur!

Vor lauter Spielfreude hab ich ein Doppelkinn bekommen ;)

Bei "Until Dawn: Rush of Blood" hat man tatsächlich das Gefühl in einer Horror-Achterbahn zu sitzen. Man erschrickt sich, man bekommt ne Gänsehaut, man ist einfach voll im Spiel drin! Es kribbelt sogar ein wenig, wenn es mit der Achterbahn schnell bergab geht!
Ohne die VR-Komponente hätte dieses Spiel gar keinen Sinn für mich! Einfach so am PC würde mir dieses Spiel wahrscheinlich gar keinen Spaß machen.

Das gilt auch für mein aktuelles Lieblingsspiel "Werewolves Within"!
Kurz erklärt: Jeder Spieler hat eine spezielle Rolle, manche Spieler sind insgeheim Werwölfe. Die echten Bürger müssen herausfinden, welche Bürger in Wirklichkeit Werwölfe sind und dafür haben sie nur wenige Hilfsmittel. Man redet sehr viel miteinander, die einen lügen, die anderen versuchen die Wahrheit heraus zu finden. Am Ende der Runde wird gewählt wer sterben muß... Stirbt ein Werwolf, gewinnen die Bürger, stirbt ein Bürger, gewinnen die Werwölfe (und ein paar andere Möglichkeiten, was aber den Rahmen sprengen würde).
Die Grafik ist eher altbacken im Comic-Stil und man sitzt nur am Lagerfeuer und redet mit anderen Spielern. Ohne VR wäre ich niemals auf die Idee gekommen mir dieses Spiel zu holen! Es hört sich auch nicht sehr spektakulär an... Aber wenn man in die VR-Welt eintaucht, dann stört einen die Grafik nicht mehr. Man sieht Leute vor sich, mit denen man sich unterhält - das wirkt einfach unfassbar realistisch und genau das macht das Spiel aus!
Man spielt also nicht irgendein Spiel mit einer unspektakulären, einfachen Grafik, sondern man sitzt am Lagerfeuer, redet mit echten Menschen und hat einfach richtig viel Spaß! Ein Gefühl das man einfach nicht beschreiben kann - VR muß man ausprobieren!

Werewolves Within Gameplay (beliebiges Beispiel)

Bis vor kurzem gab es für die PSVR eher nur "Spielchen" statt richtige Spiele. Die zwei genannten Spiele "Until Dawn: Rush of Blood" und "Werewolves Within" sind da gute Beispiele: Sie sind entweder sehr kurz gehalten, einfach gestrickt, oder beides zusammen. Preislich sind diese Spiele daher auch vergleichsweise günstig.
Das erste "große und richtige" Spiel kam jetzt mit "Resident Evil 7 Biohazard" auf den Markt und es hat eingeschlagen wie eine Bombe (ich habe es NOCH nicht). Resident Evil hat mich noch nie gereizt, was sich aber jetzt mit der VR-Technik geändert hat - ich werde mir das Spiel auch zeitnah zulegen, wenn ich mal mehr Zeit zum zocken habe.
Um die Immersion (das Gefühl wirklich im Spiel zu sein) noch weiter zu steigern, gibt es extra zum Spiel noch eine "4D Duftkerze" die nach Moder und Blut riechen soll - da diese Kerze ausverkauft ist, gehe ich mal von einem großen Erfolg aus.

Spiele die ich vorher uninteressant gefunden hätte, finde ich dank VR plötzlich interessant, dafür finde ich Spiele ohne VR inzwischen uninteressant, die ich früher noch interessant fand.
Seit ich die Playstation VR habe, habe ich nicht eine Minute mehr am PC gespielt! Und was Neuerscheinungen oder Sonderangebote angeht: Kein VR, keine Interesse!
Ich freue mich riesig auf "Farpoint"! Ein Egoshooter, der auf einem fremden Planeten spielt. Das reine VR-Spiel erscheint im März oder Mai 2017 und es gibt einen speziellen Gun-Controller zum Spiel dazu. Lange her, daß ich mich auf ein neues Spiel so gefreut habe... ich glaub das war zuletzt bei Half-Life 2 der Fall :D

Böse Zungen behaupten, Sonys Playstion VR wäre ein Flop... Was ich mir jedoch kaum vorstellen kann, wenn man bedenkt, daß mehr PSVR als Oculus Rift und HTC Vive zusammen verkauft wurden und es bis heute Lieferschwierigkeiten gibt, weil die PSVR andauernd ausverkauft ist. Es fehlen halt noch "fette" Spiele, aber mit "Resident Evil 7" ist jetzt ein Anfang gemacht... es folgen die nächsten Monate noch einige große Titel (wie z.B. "Star Trek Bridge Crew" oder das bereits erwähnte "Farpoint")!
Die PSVR ist sicherlich kein Flop - im Gegenteil: Das wird jetzt erst so richtig los gehen! Und ich bin voller Freude mit dabei :) Und sobald diese Technik für den PC erschwinglicher geworden ist, werde ich mir auch einen PC mit VR-Brille holen!

Wen interessieren denn da noch "normale" Spiele?